Verlagsrundbrief 02/10
connection Infobrief/Web-Zine 074, Jan/Feb 2010
Liebe Freunde von connection,
zum Thema unserer Februarausgabe (»Das Ende ist nah!« – der Hype um 2012) erhielten wir viel Resonanz. Positive! Ich dachte, es gibt wenigstens ein bisschen was von einem Aufschrei, wie real das kommende Weltende oder die kommende große Transformation doch sei – nichts da. Wenigstens in unseren Kreisen scheinen die meisten akzeptiert zu haben, dass 2012 nur ein großer Bluff ist, oder, positiver betrachtet, eine große Chiffre dafür, dass sich sehr viel ändert in der Welt, jetzt und dann und mehr denn je. Das ist wahr und erschütternd. Aber brauchen wir dafür solch einen »Treffpunkt« wie dieses Datum, das ja eine menschliche Erfindung – genau genommen: Einbildung – ist?
connection spirit 02/10
»Das Ende ist nah!«
Was ist dran am Hype um 2012?
Sagen religiöse und ökologische Apokalyptiker. Mal wieder. Angst vor der Zukunft haben wir Menschen schon immer gehabt. Ein göttliches Gericht oder eine Naturkatastrophe könnte all das beenden, was wir so lieben und verabscheuen. Oder wir selbst, in unserer unendlichen Dummheit, könnten uns zerstören durch einen Krieg oder die freiwillige Vernichtung unserer Lebensgrundlage. Ist das heute wahrscheinlicher als sonst? Ist 2012 nur ein weiterer solcher Termin, an dem wieder mal alles anders werden soll, zum Guten oder zum Schlechten, oder geht es diesmal wirklich ans Eingemachte?
Die CAM 2010 und der 27. Deutsche Heilpraktikertag

Der Treffpunkt für Naturheilkundler
Am 27. und 28. März 2010 trifft sich das Fachpublikum auf dem 27. Deutschen Heilpraktikertag im Düsseldorfer Congress Center CCD. Die begleitende Industrieausstellung CAM, die europäische Fachmesse für komplementäre und alternative Medizin, erwarten rund 200 ausstellende Unternehmen und rund 3.000 Fachbesucher.
Die Fülle ist in dir
Lohnersatzleistungsersatzleistung
Das Amt für Lohnersatzleistungen schloss um Punkt 12 Uhr mittags. Uwe und ich standen aber schon um 10.45 vor dem klobigen fünftstöckigen Gebäude aus unverputztem roten Ziegel mit den unübersehbar langen Fensterreihen.

© Rainer Sturm pixelio.de
Wir konnten uns also gute Chancen ausrechnen, noch an die Reihe zu kommen. Uwe brauchte die Sozialhilfe unbedingt. Seit das Behindertenheim wegen Geldmangels geschlossen hatte und ich ihn quasi über Nacht bei mir aufnehmen musste, damit er nicht auf der Straße landete, war ich allein für seinen Lebensunterhalt aufgekommen. Bei Uwe lag eine seltene Chromosomenaberration vor, was in der Praxis mit einer leichten Debilität einherging, z.B. mit Sprachstörungen und einer – freundlich ausgedrückt – etwas langsamen Auffassungsgabe.
Wie man den Weg nach innen von Pop-Esoterik unterscheidet

© Cornerstone pixelio.de
Esoterik – quo vadis?
Die Internet-Enzyklopädie Wikipedia definiert »Popsongs« durch Einfachheit und Wohlklang, durch »angenehm empfundene einfache Harmonieabfolgen« sowie »leicht einzuprägende (meist nachsingbare) Melodiefolgen“. Das haben sie durchaus mit dem »Papapapageno« aus Mozarts Zauberflöte oder Schillers »Freude, schöner Götterfunken« in Beethovens 9. Sinfonie gemeinsam. Ein gravierender Unterschied: Popsongs heißen so, weil sie momentan »populär« sind, morgen aber vielleicht bzw. wahrscheinlich schon nicht mehr.
Zur Tanklastbombardierung in Afghanistan

© Tim Caspary pixelio.de
Der Mörder heißt Gehorsam
Die Bombardierung zweier Tanklastzüge in Afghanistan am 4. September 2009, die rund 140 Menschen das Leben kostete, war vermutlich das größte deutsche Kriegsverbrechen seit dem Zweiten Weltkrieg. Wie man jetzt erfahren konnte, hatten untergeordnete Militärs vor der Durchführung des Luftschlags Bedenken, fügten sich dann aber den Anordnungen von Oberst Klein. Ungehorsam hätte also Menschenleben retten können. Dennoch weigern sich Politik, Militär und Medien, daran anknüpfend eine grundsätzliche Debatte über Sinn und Unsinn des Gehorsams zu führen.
Befreiung des Ich

Zen-Lehrer Wolfgang Walter
Die Auflösung des Leids
Beobachtet man den Rauch einer Zigarette, sieht man, wie schnell er sich im Raum verflüchtigt und auflöst. Bläst man den Rauch einer Zigarette jedoch in eine durchsichtige Flasche, kann man beobachten, wie sich dieser Rauch stundenlang darin bewegt und am Ende die Flasche eintrübt.
Die Lehre des Meister Eckart

Meister Eckhard
Hinsetzen und still werden
Im März 1329 rutschte in Avignon Papst Johann XXII. – ein Bürokrat und erfinderischer Steuereintreiber mit despotischen Zügen, der überall Feinde witterte und von mystischer Theologie so wenig verstand wie ein Esel vom Springreiten – unruhig auf seinem Thron hin und her und diktierte dem Schreiber mürrisch eine Bannbulle. »Mit Schmerz tun Wir kund«, knurrte der Papst durch die Zähne, »dass in dieser Zeit einer aus deutschen Landen, Eckhart mit Namen und, wie es heißt, Doktor und Professor der Heiligen Schrift, aus dem Orden der Predigerbrüder, mehr wissen wollte, als nötig war.«
Probleme mit der Esoterik

Rebecca Rosing
Die eigene Wahrheit finden
Was ich um mich herum sehe, sind Menschen, die auf der Suche sind - nach sich selbst, nach ihrem eigenen Weg und ihrem inneren Zuhause. Viele von ihnen probieren schon seit Jahren alles Mögliche aus. Sie haben einen Schrank voller esoterischer Hilfsmittel und lernen immer wieder neue Meditationstechniken. Warum hat ihre Suche immer noch kein Ende? Warum sind sie nicht wesentlich glücklicher oder gar erleuchtet?
Johannes Hoffrohne: Mythos Wunsch-Kraft

Johannes Hoffrohne
Ausbruch aus dem Hamsterkäfig
Der Künstler Johannes Hoffrohne hat Großes vor, seine künstlerischen Weltbilder für Fortschreitende sollen die Bewusstseinstransformation einleiten, um jedem einzelnen Menschen den Ausbruch aus dem Hamsterkäfig zu ermöglichen, den Leistungsgesellschaft und Religion geschaffen haben. 23 Bilder und Skulpturen hat der Künstler in einer kunstvollen Mappe zusammengestellt.
Zum Film »Avatar - Aufbruch nach Pandora«
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© Fox
Was ist ein »Avatar«?
Die blauen Aliens aus James Camerons Sci-Fi-Spektakel »Avatar – Aufbruch nach Pandora« sind in diesen Tagen in den Medien allgegenwärtig. Da ist viel von Kino-Tricktechnik und sogar von einem Ökothriller die Rede, nur mit dem Titel gebenden Begriff »Avatar« wird sehr sorglos umgegangen.
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