In welchen Räumen wollen wir leben?
Artikel - Spiritualität/Mystik

Das Hathor-Chalet in Ägypten
Das kleine Wüstenschloss
In welchen Räumen wollen wir leben und arbeiten? Friedel Braun hat darauf eine ganz eigene Antwort gefunden. Sie bietet seit Jahren meditatives Kamel-Trekking in der Wüste Ägyptens an und hat sich an einem Kraftplatz zwischen Wüste und Oase ein kleines Wüstenschloss bauen lassen, wo Seminarteilnehmer in aller Ruhe ankommen und sich einstimmen können auf den ruhevollen Rhythmus dieses Landes.
Räume finden uns, zumindest mich, immer wieder geschieht es mir. Diesmal war es zunächst ein Palmengarten in einer kleinen Oase am Rande der Wüste. Plötzlich war er da in meinem inneren Bild, atemberaubend lebendig. Da ich wusste, wo dieser Platz war, fuhr ich hin: Ägypten, Oase Dakhla. Wie in einem Märchen gestaltete es sich, es öffnete sich neuer fruchtbarer Lebensraum. Meinem Inneren folgend, gegen alle Vernunft sagte ich ja, als mir der Garten angeboten wurde. Rosen blühen jetzt inzwischen dort, große Oleanderbüsche und Hibiskus.
Seminarhaus zwischen Wüste und Oase
Aus diesem kleinen Ja entstand in den vergangenen drei Jahren durch die Mithilfe vieler Begeisterter ein spannendes Projekt, das Hathor-Chalet, ein mietbares Seminarhaus zwischen Wüste und Oase. Voller Lust gestalteten mein Freund und ich aus Lehmziegeln einen traditionellen und doch völlig neuartigen Rundbau um einen Innenhof mit Räumen, die dem Körper und Geist wohl tun, die inspirieren und beflügeln. Immer wieder fasziniert mich die Akustik der Stimmen beim Singen und Tönen oder Trommeln im kleinen runden Meditations-Kuppelbau, Dome genannt. Ein Flow-Form-Wasserspiel im Innenhof erfreut Augen und Ohr und die Hängematte unter den Palmen ist eine außerordentlich erfolgreiche Therapie für angespannte Geister.

Meditationsraum im Hathor-Chalet
Ausgangspunkt für Wanderungen
Neuer Lebensraum ist entstanden, Ausgangspunkt besonders auch für Wanderungen in die umliegende Wüstenlandschaft. Und immer wieder kommen meine Gäste dann gerne wieder zurück aus diesem Raum der Natur, bereichert mit den inneren Bildern von Sand und Wind, Blau und Erdfarbe, bizarre Formen von Holz und Stein, zurück in den Schutzraum eines willkommen heißenden Hauses, wo draußen in einem »Bir« heißes Wasser in ein schlichtes Badebecken sprudelt und wo wir dann alle vom nahe gelegenen Bir-El-Gabal-Hotel-Camp kulinarisch verwöhnt werden. »Brunnen am Berg« ist die Übersetzung des Hotelnamens, und die Landschaft am Abbruch der Dakhla-Senke entspricht dem auch. Nie hätte ich mir träumen lassen, dass ich mal in der Wüste lande, zumindest zeitweise. Realitäten entstehen manchmal atemberaubend schnell und überraschend, wenn wir ihnen Raum geben.
Ritualplatz aus spätpharaonischer Zeit
Noch ein paar Infos für Wüstenbegeisterte, oder solche, die es werden
wollen: Das Hathor-Chalet liegt in einem der schönsten Oasengebiete Ägyptens,
möglicherweise an einem Frühlingsritualplatz aus spätpharaonischer
Zeit. Der Platz mit seiner starken Ausstrahlung hat mich magisch angezogen.
Gerne begleite ich hier Menschen, die einen individuellen Zugang in die ägyptische
Kultur- und Wüstenlandschaft suchen, in kleinen Gruppen oder auch Paare
oder Einzelreisende. Meditation, meditativer Ritualtanz, schamanisches Trommeln,
gemeinsames Mantrensingen, Wanderungen mit und ohne Kamele in die Stille, erkunden
von Kraftplätzen in Tempeln und Natur, funktionelle Entspannung und Gespräche
zur persönlichen Neuorientierung können auf Wunsch in meinen Reisen
beinhaltet sein. Authentisches wertschätzendes Miteinander ist eine gute
Basis für alle Aktionen. Es ist aber auch möglich, das ganze Chalet
(Freunde nennen es ein kleines Wüstenschloss) zu mieten, beispielsweise
für ein Retreat für sich selbst oder für Gruppen mit meditativem
spirituellen Hintergrund.
Friedel Braun






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