Hubert Kölsch: Spirituell und erfolgreich
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- Hauptkategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht am Donnerstag, 26. Januar 2012 17:38
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Hubert Kölsch
Brücke zwischen Geist und Materie
Ein Mann, der in der Geschäftswelt seine spirituelle Praxis nicht mehr verstecken will: Sympathisch erscheint Hubert Kölsch in diesem Praxisbuch, das uns eine Fülle von Tipps in die Hand gibt, wie wir Meditation und Meetings unter einen Hut bringen. Mehr noch: wie sie sich gegenseitig befruchten.
»Meine Lebensaufgabe habe ich gefunden, wenn ich eine Brücke zwischen Spiritualität und Erfolg baue«, schreibt er gleich eingangs. Das Outing in der Geschäftswelt sei für ihn einer der schwersten Schritte gewesen. Von diesem Prozess, der Business mit dem Beten zu Engeln vereint, dürfen wir nun im vorliegenden Buch profitieren. Ich halte das Werk für ein sehr passables Arbeitsbuch, das viele gute Ratschläge, Arbeitsschritte und Affirmationen für ein ausgeglichenes Gestalten des Lebens und Arbeitens bereithält. Einem Leben, in dem das Geldverdienen eine wichtige Rolle spielt, das Hinwenden zu einer höheren Macht (seien es Engel oder anderes) aber nicht minder wichtig ist. Mutig finde ich das Buch deshalb, weil Hubert Kölsch endlich anspricht, was oft in spirituellen Kreisen schmeichelhaft umgarnt wird. Denn auch dort geht es ums Geldverdienen, wenngleich da verschämt von Energieausgleich gesprochen wird.
Die Brücke zum Erfolg baut Kölsch auf acht Säulen: Dualität, Bewusstsein, Manifestation, Lebensfreude, Wachstum, die Sprache Gottes, Flow und Verantwortung. Dabei durchzieht ein Motto das ganze Buch: »Willkommen in der Gegenwart«.
»Kann ich meine Zukunft selbst erschaffen?«, fragt Kölsch. Und gibt sich die Antwort gleich selbst: »Ja, denn Manifestation kennt nur das Jetzt.« Das müssen wir begriffen haben, wenn wir den Weg mit diesem Autor gehen wollen: Jeder von uns ist Teil eines göttlichen, energetischen Feldes, in dem es möglich ist, alles zu realisieren. Der Manifestationsprozess beginnt, sobald ich mir über meine Wünsche bewusst werde.
Ist dies nun ein neuer Wünsche-Ratgeber? Ein Selbsterschaffungstrip durchzogen vom Machbarkeitswahn? Ich möchte sagen, nein. Denn hier geht es nicht wie bei Aladin mit der Wunderlampe um kindliche, naive Vorstellungen, sondern um einen Weg der Demut, Einkehr und des sich Wunderns, aber auch der Disziplin und Verantwortung. Um einen Prozess, der Geduld und Vertrauen erfordert, klare Ausrichtung und das Erkennen von Selbstsabotage. Denn, wie wir uns selbst beim Erschaffen unserer Ziele oft im Wege stehen, beschreibt der Autor ebenfalls. Zum Teil zumindest. Er nennt die Widerstände »Seelen-Trojaner«, die es aufzudecken gilt. Kölsch führt dabei immer wieder Beispiele aus seinem eigenen Erleben an, die uns seine Thesen verdeutlichen.
Er will unsere Wahrnehmung auch für die Zeichen aus der nichtstofflichen Sphäre schärfen, für Synchronizitäten, aber auch für die Signale des Ego. Er rät uns, unseren Geist ruhig werden zu lassen, um ihn nicht zu einer Spielwiese des Ego verkommen zu lassen. Durchweg führt uns Kölsch zu einem achtsameren Umgang mit uns, unserer Umwelt und mit den Medien.
Er will uns in die Gedanken eines erfolgreichen Menschen einführen: Dieser nämlich wisse, dass sich Erfolg und Probleme nicht ausschließen. Und er will uns die spirituellen Gesetze des Geldflusses lehren: Wir müssen das Geld lieben, sollten es aber nicht zwanghaft festhalten, damit es bei uns bleiben will. Das ist nicht anders als mit den Menschen. Unaufdringlich beschreibt Kölsch, wie sich Geist und Materie besser vertragen.
Bewertung:
sehr gut
Christiane Barth
Hubert Kölsch: Spirituell und erfolgreich, Praxisbuch für die Manifestation Ihres Erfolgs. Schirner Verlag 2011, 208 S., SC, 14,95 €










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