Mantra-Konzert mit Satyaa & Pari
Satyaa & Pari
Innerer Frieden
Pari ist Grieche und Mitbegründer des Alexis Zorbas
Meditations-Zentrums auf Korfu. Von Mai bis Oktober gibt er dort wöchentlich
öffentliche Satsangs und zusammen mit seiner französischen Frau Satyaa
Mantra-Sing-Abende. Im Winter reisen die beiden um die Welt und geben Konzerte.
Biodanza-Lehrerin
Gabriele Herbst berichtet von einem Mantra-Konzert im Haus
der Begegnung Döbling in Wien. Eine neue Mantra-CD ist gerade in Vorbereitung
»Mantra!« sagt Pari. »Was ist Mantra?« Ich sitze im
großen Saal der VHS Döbling. Die Bühne ist wunderschön
geschmückt mit indischen Götterbildern und Blumen. Der Raum ist zum
Bersten voll – rund 300 Menschen werden es schon sein, die gleich mir
voller Erwartung sind – das zweite Mantra-Konzert von Satyaa und Pari
in Wien.
Und Pari überrascht uns natürlich wieder, indem er das Konzert nicht
mit einem Lied, sondern mit einer Frage beginnt – und uns auch gleich
die Antwort liefert:
»Mantra ist das, was wir ununterbrochen mit uns selber machen –
dieses ständige Gerede in unserem Kopf, diese Glaubenssätze, die wir
uns immer wieder vorsagen, mit denen wir uns programmieren – und irgendwann
werden wir dann das Opfer der eigenen Wahrheit« meint Pari augenzwinkernd.
Alle lachen. Wenn wir indische Mantren singen, beschäftigen wir unseren
Kopf und unseren Mund – und gleichzeitig werden die liebevollen, ruhigen,
friedlichen, göttlichen Aspekte in uns angesprochen. Diese Mantren laden
dazu ein, sich selber immer mehr so anzunehmen, wie man ist, Frieden mit sich
selber zu schließen. Satyaa und Pari beginnen mit dem Vortrag des ersten
Mantra. Die beiden sind ja nicht nur ein Sängerpaar, sondern auch ein Ehepaar,
ihre kleine Tochter ist auch dabei. Sie singen sehr mitreißend und liebevoll,
aus tiefstem Herzen und voller Leidenschaft. Und sie animieren das Publikum
zum Mitsingen. Die Botschaft ist, dass Gott in uns ist, in unserem Herzen.
Pari bezeichnet ein Mantra als »Kühlsystem«, wenn unser Verstand
wieder mal »heiß« läuft. Er erwähnt den Gott Krischna,
der immer zuerst ein Stück auf seiner Flöte spielt, bevor er sich
mit einem anstehenden Problem auseinandersetzt. Ich empfinde Pari wieder als
sehr natürlich, herzlich, präsent, humorvoll, ehrlich, direkt. Satyaa
ist wie immer sehr herzlich und leidenschaftlich. Beim zweiten Lied muss sie
husten und kurz aussetzen. Pari hat sofort ein Hustenbonbon für sie und
übernimmt ihren Teil während des Liedes. Mir gefällt das sehr
gut, wie sie aufeinander eingehen, mit Leichtigkeit, mit Selbstverständlichkeit,
souverän.
»Mantrasingen macht nicht heilig, aber heil«, sagt Pari und er
fordert uns dazu auf, die Veränderung selber zu sein, die wir gern in der
Welt sehen möchten. Es sei besser, Liebe im Herzen zu fühlen und zu
stärken, anstatt sich über andere zu ärgern und mit ihnen zu
streiten. Diese Liebe sei göttlich, sei Gott, die Essenz unseres Lebens,
das, was uns und unser Leben ausmacht. Wir selber sind diese Liebe. Wir selber
sind das, was wir am meisten suchen. Und um Frieden auf dieser Welt zu erreichen,
kann jeder nur bei sich selber anfangen, im eigenen Herzen, im eigenen Leben,
in der eigenen Familie.
Die beiden verkünden diese Botschaft mit Hilfe ihrer Mantren und aufgrund
Ihrer Ausstrahlung so mitreißend, berührend und voller Hingabe, dass
sie sicher die meisten der anwesenden Herzen damit erreichen und berühren
konnten. Die Melodien der Mantra Gesänge sind teilweise selbst komponiert,
teilweise stammen sie aus alter Überlieferung. Pari begleitet die Gesänge
mit seiner Gitarre, Satyaa mit einem indischen Harmonium. Diesmal gibt es noch
zusätzlich eine Geigenspielerin und Percussion. Beim letzten Lied dann
gibt es die Einladung, zu tanzen. Viele kommen dieser Aufforderung mit Begeisterung
nach und ich nehme diesen euphorischen und begeisterten Abschluss in meinem
Herzen mit nach Hause.
Bewertung:
5 von 5 Sternen
— Gabriele Herbst












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